Pädagogisches Konzept Kinderkrippe Trippel-Trappel, Zürich

1. Grundlagen
Die Arbeit in unserer Kinderkrippe basiert auf den Grundlagen des Orientierungsrahmens für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz (Wustmann & Simoni, 2016). Die Qualität unserer Arbeit, prüfen wir nach QualiKita, von kibesuisse (Verband Kinderbetreuung Schweiz) und der Jacobs Foundation. Die Umsetzung der pädagogischen Arbeit erfolgt nach dem infans-Konzept der Frühpädagogik, welches in enger Zusammenarbeit mit dem Berliner infans-Institut auf die typisch schweizerischen Rahmenbedingungen in Kinderkrippen angepasst und zu bildungskrippen.ch geworden ist. Wir setzen uns besonders für Bewegung und Ernährung in der Krippe ein und lehnen uns an Purzelbaum an.

2. Unser Bild vom Kind
Kinder sind von Geburt an kompetent, aktiv und wissbegierig. Sie versuchen, mit allen ihren Sinnen und jedes auf seine Art die Welt zu entdecken und zu verstehen. Kinder wachsen in unterschiedlichen Lebenswelten und unter vielfältigen Lebensbedingungen auf. Wir begegnen dieser Vielfalt offen und wertschätzend und verstehen sie als Bereicherung. Alle Kinder anerkennen wir als gleichwertig.

3. Unser Selbstverständnis der Arbeit mit den Kindern
Das Wohlergehen der Kinder steht im Zentrum aller Aktivitäten in unserer Kinderkrippe. Damit sich ein Kind psychisch und körperlich gesund entwickeln und entfalten kann, braucht es Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen. Wir gehen in unserer Arbeit von den individuellen Bedürfnissen jedes Kindes aus. Je konstanter und aufmerksamer wir die Entwicklung der Kinder begleiten und die Chancen für Anregungen wahrnehmen, desto grösser wird der Mehrwert, welchen Kinder aus ihrer Zeit in der Kinderkrippe für ihre weitere Entwicklung mitnehmen.

4. Die Bedeutung von Bildung, Betreuung und Erziehung/Begleitung
Durch Bildung, Betreuung und Erziehung/Begleitung unterstützen wir die Entwicklung von Kindern hin zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Frühkindliches Lernen geschieht ganzheitlich mit allen Sinnen, angespornt durch die grosse, natürliche Lernfreude des Kindes und geht immer von den Tätigkeiten und dem Spiel der Kinder aus. Frühe Bildung setzt verlässliche Beziehungen voraus und verlangt ein anregendes und erfahrungsreiches Umfeld, damit die Kinder wichtige Lernerfahrungen selber machen können. Betreuung meint die einfühlsame Sorge um das körperliche und seelische Wohlbefinden jedes Kindes. Die Erwachsenen begegnen den Kindern stets respektvoll und achtsam. Zuwendung und Anregung sind Voraussetzung für den Aufbau von Vertrauen. Erziehung/Begleitung bezeichnet die Gestaltung der Interaktion zwischen Erwachsenen und Kindern wie auch die Bereitstellung einer anregenden, herausfordernden und interessanten Umgebung für die Kinder.

5. Bindung ist aller Anfang
Die ersten Bindungen kleiner Kinder zu Erwachsenen wie auch zu andern Kindern sind sehr bedeutsam. Kinder brauchen verlässliche, vertraute und verfügbare Bezugspersonen, um sich gesund zu entwickeln. Die Eingewöhnung bildet die Grundlage, damit sich ein Kind in der Krippenwelt frei und sicher fühlt, um zu entdecken und zu lernen. Während der sorgfältig geplanten Eingewöhnungsphase erhält das Kind die nötige Zeit, eine erste Bezugsperson kennenzulernen und sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Ein Kind soll erst dann ohne Eltern in der Kita bleiben, wenn es in die neue Umgebung Vertrauen gefasst hat. Ein strukturierter Tagesablauf in der Kinderkrippe mit wiederkehrenden Ritualen gibt dem Kind Halt, Sicherheit und ein gewisses Zeitgefühl. Jedoch lassen wir den Kindern Zeit und Raum, um eigenaktiv, konzentriert und selbstorganisiert ihren Interessen nachzugehen oder Probleme zu lösen. Durch die gruppenübergreifende, (teil-)offene Arbeit fördern wir aktiv, dass jedes Kind mit der Zeit mehrere Bezugspersonen in der Kinderkrippe hat. Wir bieten allen Kindern damit die Möglichkeit, sich über die Stammgruppe hinweg kennenzulernen und Freundschaften zu schliessen.

6. Die Zusammenarbeit mit den Eltern
Wir legen grossen Wert auf eine gute Zusammenarbeit und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Der Informationsaustausch beim Bringen und Holen der Kinder über Erlebtes in der Kinderkrippe und zu Hause gehört ebenso dazu, wie gewünschte Standortgespräche. Entwicklungsgespräche bieten wir auf Wunsch gerne an. Durch den Krippen-Alltag fördern wir den Austausch zwischen den Eltern.

7. Die Zusammenarbeit in der Kinderkrippe
Die Mitarbeitenden gestalten den Krippenalltag abwechslungsreich. Sie stellen dabei verschiedene Möglichkeiten, bedürfnisorientiert, den Kindern zur Verfügung. In einem ständigen Dialog knüpfen sie an Neugier und Forschungsdrang der Kinder an und interessieren sich für ihre Themen. Sie ermutigen sie, zu Fragen und erweitern damit sowohl den Bildungshorizont der Kinder als auch den eigenen.

8. Die Schwerpunkte des pädagogischen Handelns

8.1. Kinder beobachten und Entwicklungs- und Bildungsprozesse dokumentieren
Der Ausgangspunkt der pädagogischen Tätigkeit ist das regelmässige Beobachten der Kinder. Dies verhilft zu einer gezielten Wahrnehmung der Interessen und Themen der Kinder. Das Team tauscht sich darüber aus, dokumentiert oder bespricht die Entwicklung jedes Kindes. Es sucht gemeinsam nach Anregungen und Materialien, um die Kinder in ihren Interessen und Themen zu unterstützen und zu weiteren Lernschritten zu ermutigen.
8.2. Erziehungsziele formulieren und reflektieren sowie Handlungsziele ableiten
Wir wollen die Kinder in der Kinderkrippe möglichst gut auf ihr späteres Leben vorbereiten. Unsere Leitfrage lautet deshalb: Was hilft unseren Kindern, ihr Leben als Erwachsene gut zu bewältigen? Was brauchen sie? Auf dieser Basis formuliert das Betreuungsteam konkrete Erziehungsziele und leitet daraus Handlungsziele ab, die immer wieder überprüft, ergänzt oder verändert werden können.
8.3. Lernumgebungen gestalten und Bildungsprozesse anregen
Schon Kleinstkinder nehmen ihre Umgebung intensiv wahr. Für eine gesunde Entwicklung sind sie auf vielfältige Reize angewiesen. In der kindersicher eingerichteten Kinderkrippe stellen wir vielfältige Themen, vielseitig verwendbare Materialien, passende Medien und Aktivitäten bereit. Sie stehen den Kindern wahlweise gemäss ihren Interessen zum Entdecken, Erforschen, Konstruieren, Rollenspielen und Gestalten zur Verfügung.
8.4. Offen und zugewandt kommunizieren und die Kinder zu vielfältiger Sprache ermutigen
Im sprachlichen Umgang miteinander und mit Erwachsenen lernen Kinder zu sprechen, sich mitzuteilen, ihre Vorstellungen und Gefühle zu äussern, zu streiten oder zu verhandeln, zuzuhören und nachzufragen. Durch offene Fragen ermöglichen wir den Kindern, ihre Gedanken frei zu äussern und selber Antworten zu finden.
8.5. Auf der Suche nach persönlicher und sozialer Identität begleiten
Wesentlich für die Entwicklung der Kinder ist es, sich in der Fülle von Eindrücken, Erfahrungen, Anforderungen und Begegnungen zurechtzufinden. Die Mitarbeitenden unterstützen die Kinder, ihre eigenen Wünsche, Interessen und Bedürfnisse auszudrücken und sensibilisieren sie für die Wünsche, Interessen, Bedürfnisse und Gefühle anderer. Sie nehmen Kinder in ihrem Selbstbestimmungsrecht ernst. Kinder erfahren in der pädagogischen Fachperson eine verlässliche, vorbildliche Autorität. Sie erfahren Wertschätzung für Gelerntes und Geleistetes.
8.6. Physikalische Grundgesetze und Umgang mit Kulturtechniken erleben
Kinder setzen sich spielerisch mit naturwissenschaftlichen Zusammenhängen und physikalischen Phänomenen auseinander und interessieren sich für Buchstaben und Zahlenräume. Die Aufgabe der Mitarbeitenden ist es, die Kinder in ihren Experimenten zu unterstützen, Neugier auszulösen und gemeinsam mit den Kindern naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu ergründen.
8.7. Kreatives Gestalten, Kunst und Musik erfahren
Kreative und musische Erfahrungen sind wichtig für eine ganzheitliche Entwicklung. Die Kinderkrippe bietet eine grosse Vielfalt von kreativen Ausdrucksmöglichkeiten wie zwei- und dreidimensionales Gestalten, Singen, Musizieren, Tanz, Bewegung und Rollenspiel und führt Kinder auch an Kunstwerke von Erwachsenen heran.
8.8. Für viel Bewegung sorgen
Jedes Kind wird mit einem grossen Potential an Bewegungsimpulsen geboren. Kinder erhalten deshalb in der Kinderkrippe viel Gelegenheit, ihren Bewegungsdrang und ihre Erfahrungslust auszuleben, sei es im Innen- oder im Aussenbereich der Kinderkrippe. Hierzu haben wir einen toll eingerichteten 65m2 grossen Bewegungsraum und einen grossen Garten, welche der Krippe zugehören oder an andern Orten in der Umgebung (Wald, Grünzonen, Spielplätze, städtische Begegnungsräume, etc.).
8.9. Auf gesunde Ernährung Wert legen und Mahlzeiten gemeinsam geniessen
Die Prinzipien einer gesunden Ernährung für Kinder bilden die Grundlage für die Zubereitung der Speisen in der Kinderkrippe. Die Mahlzeiten werden sorgfältig, ausgewogen, vielfältig und anregend zubereitet. Gesunde, altersentsprechende, abwechslungsreiche, frische, saisonale und regionale Lebensmittel von Anfang an für Alle. Die Ernährung im 1. Lebensjahr und die Übergangsphase zum Familientisch, gestalten wir in Absprache mit den Sorgeberechtigten, nach Empfehlung der Mütter- und Väterberatung/ Kleinkindberatung Stadt Zürich.
8.10. Bei der Körperpflege den Kindern spezielle Zuwendung schenken sowie individuelle Ruhe- und Schlafzeiten respektieren
Durch eine hingebungsvolle Pflege vermitteln die Erwachsenen speziell den jüngsten Kindern individuelle Zuwendung und Geborgenheit. Auf natürliche Art und dem Alter entsprechend unterstützen wir die Kinder darin, allmählich für ihren Körper selber zu sorgen. Dem Bedürfnis der Kinder nach Rückzug, Ruhe und Schlaf wird Rechnung getragen. Durch Rituale wie Reime, Singen oder Erzählen erleichtern die Mitarbeitenden den Kindern das zur Ruhe kommen oder Einschlafen. Die Rückzugs- und Ruheräume sind so eingerichtet, dass sich die Kinder geborgen fühlen, sicher und geschützt sind.

         

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Adresse

Kinderkrippe Trippel - Trappel
Viktoriastrasse 30b
8057 Zürich
 
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044 312 04 52
 
Kontakt:

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6:3o Uhr bis 19:oo Uhr
 
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